Reise um die halbe Erde in acht Tagen
0Als am 31. Juli 2008 das unbemannte Solarflugzeug Zephyr-6 im amerikanischen Bundesstaat Arizona landete, hatte es einen neuen Rekord aufgestellt. Das ultraleichte Fluggerät mit einer Spannweite von 18 Metern flog nonstop über 82 Stunden lang. Man könnte meinen, dass diesem 35 Millionen Euro teurem Wunderwerk der Technik wohl niemand so einfach das Wasser reichen kann. Doch was Robert Gill jr. von der Universität in Anchorage, Alaska, und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society berichteten, lässt die Zephyr-6 wie ein Kinderspielzeug aussehen. (weiterlesen …)
Tolle Rede von Captain Paul Watson ⚓
0Wie wichtig die Arbeit von Sea Shepherd und anderen Naturschutzorganisationen ist kann man ganz aktuell z.B. daran sehen, dass die Glattwale kurz vor dem Aussterben stehen.
Würfel des Todes
0Wer sich beim Schwimmen in nordaustralischen Gewässern auf einmal einem gallertigen Würfel gegenübersieht, der hat vermutlich andere Probleme, als sich mit der Biologie dieser faszinierenden Wesen zu beschäftigen. Denn bei dem milchig-durchscheinende Gebilde könnte es sich um eine Seewespe handeln, lateinisch Chironex fleckeri. Die Seewespen gehören zu Klasse der Würfelquallen, sind also Nesseltiere, und machen ihrem Namen alle Ehre, indem sie meist in viereckiger Form daher kommen. Dabei sind die kleinsten von ihnen nur so groß wie ein gewöhnlicher Spielwürfel. Anders verhält es sich mit Chironex fleckeri, die in etwa die Größe eines menschlichen Kopfes hat. Doch es ist nicht die Größe des Quallenkörpers, der die Seewespe zu einem der gefährlichsten Tiere der Welt macht.
An den unteren vier Ecken des Würfels befinden sich Büschel von jeweils rund 10 Tentakeln, mit denen die Qualle auf die Jagd nach kleinen Krebsen und Fischen geht. Diese Tentakel haben normalerweise eine Länge von zwei Metern, können aber während des Schwimmens zu 15 Zentimeter großen Stummeln zusammengezogen werden. Wie die Tentakel vieler andere Quallen, sind auch die Tentakel der Seewespe mit Nesselzellen ausgestattet, die bei Berührung ihr Gift in den Körper des Opfers schießen. Was bei den Feuerquallen der Nord- und Ostsee lediglich schmerzhaft ist, kann bei der kubischen Variante aus Australien allerdings tödliche Folgen haben. Allein in Australien gehen bereits über 60 Todesfälle auf das Konto der Seewespe. Doch nicht jeder Zwischenfall muss tödlich enden, vielfach bleibt es nur bei einer äußerst schmerzhaften Begegnung.
Trotzdem sind von November bis Mai oder Juni, der so genannten ”stinger season”, viele Strände im Norden Australiens gesperrt. An anderen Strände werden Bereiche mit Netzen im Wasser abgezäunt, um die gefährlichen Tiere fernzuhalten. Auch der Gebrauch eines Ganzkörperanzuges aus Lycra bietet einen guten Schutz. Falls jemand trotz aller Vorsicht dennoch näheren Kontakt mit einem der Glibberquader aufgenommen hat, sollte schnell gehandelt werden, denn das Gift der Seewespe kann innerhalb von 60 Sekunden zum Tode führen. Notruf und Erste Hilfe gehören natürlich zu den ersten Dingen, die erledigt werden sollten, denn oft erleiden die Betroffenen einen Atem- oder Herzstillstand. Kein Wunder, das Gift eines einzelnen Tieres ist stark genug um über 60 Menschen zu töten. Bevor der Verletzte ins Krankenhaus gebracht wird, sollten die gestochenen Bereiche mit Essig übergossen werden. Dadurch wird verhindert, dass weitere Nesselkapseln ihr Gift abgeben. Doch auch wenn die Krankenhäuser an der nordaustralischen Küste mit einem Gegengift ausgestattet sind, empfiehlt sich die Beobachtung der interessanten Tiere lieber durch den Bildschirm eines Fernsehers.
Die Entstehung einer Pflanzen-Zeitrafferaufnahme
3David Attenborough erklärt in diesem 10minütigen Flim wie die fantastischen Zeitrafferaufnahmen von keimenden, wachsenden, blühenden Pflanzen entstehen. Dass davon einiges im Studio entsteht war mir neu, ist aber überaus verständlich wenn man hier z.B. die zweijährige Drehzeit für eine Sequenz gezeigt bekommt.
[via I ♥ electru.de]
Wie ein toter Elefant innerhalb von 24h komplett verschwindet
0In diesem Beitrag auf “Damn Cool Pics” kann man sehen wie ein toter Elefant in Simbabwe innerhalb von 2h von den Bewohnern der umliegenden Dörfer zerlegt wird.
Angeblich waren am nächsten Tag sogar die Knochen verschwunden, an der Stelle wo sie am Vorabend noch gelegen haben waren nur die Spuren der Elefantenherde zu sehen die in der Nacht zu dem toten Tier zurück gekehrt waren… Vielleicht haben die die Überreste ihres Kumpanen zum nächstgelegenen Elefantenfriedhof geschleppt…
Aber ACHTUNG, die Bilder sind nichts für schwache Nerven
Von Fischen und Fürzen – Der Hering
1Menschen, die an übermäßigen Flatulenzen leiden, werden im allgemeinen gesellschaftlich eher ausgeschlossen, als dass man sie zu sich nach hause einlädt. Und so mancher wird Menschenansammlungen und die Kommunikation mit seinesgleichen scheuen. Wären die Betroffenen hingegen in der Gattung Clupea heimisch, würden also zu den Heringen gehören, so würden sie womöglich mit offenen Armen, bzw. Flossen empfangen werden und zu den redegewandtesten Märchenerzählern gehören. Denn der Pazifische und der Atlantische Hering kommunizieren mit aus dem Anus abgegebenen Gasblasen, sprich mit Fürzen.

Quelle: WikimediaCommons
Was sie sich genau zu sagen haben ist unklar, aber das gemeinschaftliche Pupsen scheint den Zusammenhalt und die Organisation eines Schwarms zu beeinflussen. So geben die Heringe mehr Luft bei Nacht ab, wenn optische Reize in den Hintergrund treten, und die Anzahl der Fürze steigt überproportional mit der Größe des Schwarms. Vielleicht mag diese ungewöhnliche Art der Kommunikation das nächste mal eine gute Ausrede sein, wenn beim romantischen Bad mit dem Schatz versehentlich Blasen aus den Tiefen der Wanne aufsteigen. Dann könnte man immerhin behaupten „Ich liebe Dich“ auf Hering gesagt zu haben.
Indicator indicator – Der Honiganzeiger
0Vögel machten ja in letzter Zeit eher negative Schlagzeilen. Die Vogelgrippe ist in auf Rügen, Dick Cheney ballert bei der Wachteljagt auf einen Mitstreiter, und Jürgen Vogels neuer Film sorgt auch für jede Menge Aufregung.
Zeit eine Lanze zu brechen für unsere gefederten Mitlebewesen und ein paar von ihnen näher kennenzulernen!
Da wäre zu Beispiel jenes putzige Exemplar namens Indicator indicator, welches wie der Name schon andeutet, zur Familie der Honiganzeiger gehört.
Jene Gruppe von Vögeln ist kurioserweise dazu in der Lage Wachs zu verdauen. Meines Wissens nach stehen sie damit, zusammen mit der Wachsmotte, auf diesem Planeten ziemlich allein da. Wer mir das nicht glaubt kann gerne den Selbsttest antreten und auf eigene Faust versuchen beispielsweise ein Teelicht zu verdauen. (Dies soll keine Aufforderung sein, und vom Genuß einer Kerze wird hiermit dringend abgeraten!)
Zugegebener maßen spalten die Indicatoren das Wach auch nicht ganz alleine, sonder lassen diese Arbeit von speziellen Darmbakterien erledigen.
Friedmann et al. gelang es 1957 eben diese Bakterien zu isolieren. Wurde Wachs nun gemeinsam mit den Bakterien an handelsübliche Haushühner verfüttert, waren diese, oh Wunder, plötzlich in der Lage dieses zu verdauen. Wie es der unpräparierten Testgruppe erging konnte ich leider nicht herausfinden.
Nun aber zum interessantesten Teil der Geschichte, der Honigjagd:
Ihren Namen tragen diese Vögel nicht aus Jux und Dollerei. Um an Wachs zu gelangen verstehen sie sich nämlich darauf, die Aufmerksamkeit eines Honigdachses, oder auch eines Menschen auf sich zu ziehen, und diese dann zu einem Bienenstock zu locken.
Nun scheinen Mensch und Dachs die Aussicht auf Honig weitaus verlockender zu finden, als einen quietschenden Vogel, und geht der Plan des Indicators auf, so beginnen sie damit die Bienen zu berauben.
Wenn Mensch und Dachs nach getaner Arbeit nun mit dicker Honigplautze faul in der Sonne liegen, schlägt die Stunde unseres zwitschernden Freundes. Ausgehungert vom vielen Locken macht sich der Honiganzeiger über das verschmähte Wachs her.
Clever und am Ende sind (fast) alle glücklich!Hier noch ein paar Links zum weiterlesen:
Und 2 Videos zum weitergucken:



